
Das seit
über 200
Jahren schwerste Erdbeben mit der Stärk 7,3 auf der
Richterskala erschütterte Haiti am späten
Dienstagnachmittag, 12. Januar 2010, um 17.00 Uhr. Das Epizentrum
befindet sich in der Küstenregion 22 km von der Hauptstadt
Port au Prince entfernt. Zwei etwas schwächere Nachbeben von
5,9 und 5,5 folgten. In erster Linie ist die Westprovinz Haitis mit den
Städten Port au Prince und Carrefour sowie Jacmel mit einer
Bevölkerung von 2,2 Millionen Menschen von dem Erdbeben
betroffen.

Tausende Menschen in
der Region sind obdachlos, man muss zumindest von
Hunderten Toten ausgehen. Da das gesamte Telekommunikationssystem
sowie das Internet zusammengebrochen sind, sind derzeit noch keine
genauen Angaben möglich. Erste Informationen aus der
Schadensregion berichten, dass zahlreiche Häuser sowie der
Präsidentenpalast, die UN und Weltbank Präsenz und
das
Rotkreuz- und Echogebäude zerstört oder
stark
beschädigt wurden. Das Haitianische Rote Kreuz meldete einen
getöteten Mitarbeiter.

Unmittelbar nach Ausbruch der Katastrophe sind alle
verfügbaren freiwilligen Rotkreuzhelfer im
Einsatz und
beteiligen sich an der Such- und Rettungsaktion. Die
Internationale
Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften stellt
dem Haitiansichen Roten Kreuz 500.000 CHF zur Unterstützung
der Opfer zur Verfügung. Überdies wurde ein
vorläufiger Apeal über 2 Millionen CHF zur
Unterstützung von 2.000 Familien herausgegeben.
Hilfen des Deutschen Roten Kreuz
Das Deutsche Rote Kreuz sendete am 14.01.2010 drei Delegierte in die
Erdbebenregion und bereitet sich auf einen großen Einsatz in
medizinierscher Hilfe vor. In Zusammenarbeit mit dem Haitianischen
Roten Kreuz werden diese Delegierte in Kooperation mit der
Internationalen Föderation eine Bedarfserhebung
durchführe, damit das DRK möglichst schnell und
zielgerichtet seinen Hilfseinsatz abstimmen und umsetzen kann.
Benachbarte Länder, wie die U.S.A. haben unmittelbar
Suchhunde-Teams auf den Weg geschickt. Eine Entsendung von
Rettungshunden aus Deutschland ist wegen der langen Reisezeit nicht
sinnvoll. Auch Sachspenden können angesichts der logistischen
Herausforderungen im Einsatzgebiet nicht verarbeitet werden. Das DRK
ist bereits parallel mit dem Auswärtigen Amt in Kontakt.

Das DRK hat ein Spendenkonto mit dem Stichwort "Haiti"
eingerichtet
Aktuelle Entwicklungen, sowie Presseinformationen finden Sie auch
jederzeit unter
www.drk.de.
Für die sofortige Unterstützung der
Erdbebenopfer sowie die mittel- bis langfristigen Wiederaufbauarbeiten
sind wir dringend auf Spenden angewiesen:
Deutsches Rotes Kreuz
Konto: 41 41 41
BLZ: 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: "Haiti"
Mit jedem Anruf unter der Spendenhotline: Nummer 0900 100 2005
können 5 € für die Rotkreuzhilfe im
Erdbebengebiet gespendet werden. Eine schnelle und
unbürokratische Hilfe.
Deutsches Rotes Kreuz
Generalsekretariat